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DIE SCHÖNEN MENSCHEN UND ICH

Wie ein grosser Falter hälst du, hängst du an meiner Schmetterlingsstation. Wie jemand, dem von dem vielen Laufen, das ihm noch bevorsteht, die Luft ausgeht..

Bleib ruhig, du hast noch zehn Minuten und ich nenne dir jemand, den du lieb hast. Dann lasse ich den Kopf, den ich an den Ohren hochgezogen habe, fallen.

Wie schön du bist.

Ich liebe dich.

Wie hässlich ich bin.

Entschuldige bitte.

Bist du mit diesem Typ da?

Rede, sagst du, schnaufst nach Luft.

Lächeln, das hatten wir doch alles schon.

Nur scheinst du es vergessen zu haben.

Leer blickst du an mir vorbei.

Es funktioniert nicht.

Ob es daran liegt, dass du es nicht gerne tust?

Komm heraus!

Ich sage: Nein, nein, nein, mehr nch Oben, Vorsicht, doch die Beruhigung verstärkt die Beunruhigung noch mehr: Nein, nein, ich habe nicht.

Ich weiss, sagst du, und nimmst mich mit.

Mein lieber kleiner Soldat.

Wer immer du auch bist, ich liebe dich!

Ich bin ein Schwein.

Wir haben nichts zu verschenken, sagst du.

Deine Kindersprache klingt so süss. Wenn sie aus einem anderen Mund käme wäre es die allergrösste Lüge. Icch weiss nie, ob du besoffen bist oder es einfach nur ganz lieb meinst.

Kann ich helfen?

Kann ich wirklich nicht helfen?

Brauchst du jemanden?

Hast du jemanden mit dem du reden kannst?

Du sagst, so 'ne Scheisse, und machst eine Pause. Das macht mich noch wahnsinnig. Ich denke, das begreifst du nie.

Da ist deine leider bedauerliche Einstellung zu sämtlichen oben genannten Punkten, die mir im Weg steht wie ein Schrank (dessen einziger Passagier ein abgetragener Anzug).

Was hat man dir angetan?

Wer hat dich verletzt? und:

Wie haste dir verändert! Du hattest schwarz und lang und jetzt ist nichts mehr? Nur die Striche noch dieselben, darn habe ich dich sofort erkannt.

Man braucht nur mit dem Finger dranzukommen und die ganze Farbe geht ab: ich bin nicht dein allerliebster Mensch.

Du hast das zufällig beobachtet und nimmst mich mit. Du nennst mir eine Adresse, die ich noch nie gehört habe. Das ist sogar bei mir nebenan. Wir nehmen dein Auto und fahren irgendwohin.

Es ist ja nur ein kleines Stück.

In der Plastiktüte rollt sich eine neue Schallplatte.

Du bist froh als du zuhause ankommst, spielst die Platte gleich zehnmal hintereinander. Jedesmal kommt es dir besser. Immer wieder setz die Nadel, geh nicht zuweit, das Stück ist schnell zuende.

So nimmt dich jemand von mir, gratuliert zu der einwandfreien Nummer, schlägt die Türe zu.

Du drehst wie wild am Knopf, aber nix passiert.

Ein Zucken geht durch die Saiten.

Du glaubst, du bist am Drücker.

Sie werden im nächsten Moment zerspringen, werden dich aus deinem Plastikpackungsschlummer reissen, deine glasige Hülle zerfetzen und deine goldene Kette zerschmettern.